Online - Umfrage

Weidmannsgruss liebe Luzerner Jägerinnen und Jäger

 

RevierJagd Luzern will mit seinem neuen Webauftritt ein kundennahes, auf die Bedürfnisse seiner Mitglieder ausgerichtetes Angebot schaffen. Die Kommunikation zwischen Verband, Mitgliedern und weiteren Partnern soll verbessert und die Effizienz der Geschäftsstelle erhöht werden. Um diese Anforderung zu erreichen sind wir auf deine Unterstützung angewiesen. Unterstütze unser Projekt, indem du dich an dieser Umfrage beteiligst und uns deine Bedürfnisse mitteilst.

 

Die Beantwortung wird ca. 5 Minuten in Anspruch nehmen - Weidmannsdank für deine Unterstützung.

 

Martin Bättig

RJL Projektleiter Kommunikation & Internet

 

DIE UMFRAGE IST BIS ZUM 17. JULI 2016 ONLINE

 

Hier ist der Umfragelink: https://www.umfrageonline.ch/s/81e9d06&id=c9362b1

 

Brevetierung Luzerner Jagdlehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer 2015/16

Nach einem intensiven Lehrgangsjahr konnten am 25. Mai 2016 insgesamt 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Jagdfähigkeitsausweis in Empfang nehmen. Die Ausbildung der angehenden Jägerinnen und Jäger ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das Lehrrevier, private Jagdschulen, Instruktoren aus der Jägerschaft und eine vierzehnköpfige Prüfungskommission kümmern sich um den Jägernachwuchs. Mit mündlichen und schriftlichen Prüfungen wird das Ganze abgeschlossen. Wer erfolgreich ist, erhält den Jagdfähigkeitsausweis.

 

 

Ausblick in eine faszinierende Welt

Mit einem beeindruckenden Blick über das Luzerner Hinterland fand die Brevetierung im Jagdrevier Luthern-Unterland-Flühlen statt. Die ansässige Jagdgesellschaft unter Obmann Hans Tanner gestaltete den feierlichen Rahmen für die Übergabe der Fähigkeitsausweise und das anschliessende Essen.

Von anfänglich 43 Lehrgangsteilnehmenden haben zwei Frauen und 37 Männer erfolgreich abschliessen und den Jagdfähigkeitsausweis in Empfang nehmen können. Neben den 39 Brevetierten waren auch eine Vertretung des Gemeinderates von Luthern, die Mitglieder der Prüfungskommission und die Präsidenten der regionalen und des kantonalen Jagdverbandes an der Feier zu Gast. Während Gemeindepräsident Beat Burri sehr sympathisch die Gemeinde vorstellte, verwies der Verbandspräsident von Revierjagd Luzern Peter Küenzi auf die zahlreichen Aufgaben der Jägerschaft zugunsten der Gesellschaft.

„Ihr habt ein überdurchschnittliches Prüfungsresultat erreicht“, lobte Philipp Amrein als Präsident der kantonalen Prüfungskommission die neuen Jägerinnen und Jäger. „Doch bleibt am Ball, denn wie im Beruf hat man nie ausgelernt und gerade die Wildtierbestände sind sehr dynamisch und verändern sich stetig.“

 

Der Nachwuchs ist gesichert

Im Revierkanton Luzern üben rund 1‘750 Jäger als Pächter, Jagdaufseher oder Dauergast in den 123 Revieren die Jagd aus. Wie in jedem Handwerk braucht auch die Jagd ihren Nachwuchs. Glücklicherweise gibt es diesen Nachwuchs und das Interesse an der Jagd nimmt in den letzten Jahren stetig zu. „Im Zeitalter des Digitalen und Virtuellen ist die Jagd wie ein Gegenentwurf zu dieser Welt. Man braucht als Jäger neben allen Sinnen auch noch jede Menge Instinkt. Dies fasziniert viele Menschen aller Altersklassen“, interpretiert Jagdverwalter Peter Ulmann das wachsende Interesse am Jagdlehrgang.

 

Zu den feierlichen Klängen der Jagdhornbläser „Silberfüchse“ formierten sich die neu brevetierten Jägerinnen und Jäger für das Gesamtbild, später sektionsweise mit ihrem Sektionspräsidenten.

 

Hubertusmesse Pfarrkirche Flühli

Musikalisch umrahmt von der Parforcehorn-Gruppe Entlebucher Gämsjäger

  • Hubertusmesse Pfarrkirche Flühli am 25. September 2016
 

Schiesstermine 2016

 

Wildschaden / Neuer Download

Revierjagd Luzern stellt Ihnen neu das Vorgehen bei Wildschäden zur Verfügung. Der definierte Prozess hilft Ihnen und unterstützt Sie präventiv oder beim konkreten Wildschaden richtig zu handeln.

 

Stellen Sie in Ihrem Revier sicher

  • dass die Revierkommission definiert ist und besteht
  • dass die Land- und Waldbesitzer die richtigen Ansprechpartner kennen
  • und die Wildschadenschätzungskommission rechtzeitig über allfällige Probleme informiert wird.

Wir freuen uns, Ihnen mit dem neuen Download ein konkretes, detailliertes Arbeitsinstrument zur Verfügung stellen zu können.

 

Tombola Zentralschweizer Pelzfellmarkt 2016: Gewinner des Hautpreises ist Walter Schaffer aus Geuensee LU

„Am Zentralschweizer Pelzfellmarkt vom 2. Februar 2016 in Sursee hat das Los mit der Nummer 521 an der Tombola den 1. Preis – einen Fiat Panda 4x4 - gewonnen. Da sich der Gewinner bei der Ziehung des Hauptpreises nicht mehr im Saal befand, wurde auf der Internetseite www.revierjagd-luzern.ch ein Aufruf mit der entsprechenden Losnummer publiziert, wonach sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin sich bis zum 19. Februar 2016 melden könne. Dies entspricht den definierten Spielregeln zur Tombola, wie sie von der Pelzfellmarktkommission festgelegt und allen Jägern via Abdruck in den Tombola-Losen sowie via Publikation in der „Fääli-Märt-Poscht 2016“ mitgeteilt worden sind.

 

Der Besitzer dieses Loses hat sich am 3. Februar 2016 bei der Pelzfellmarktkommission gemeldet. Beim Gewinner handelt es sich um Herrn Walter Schaffer aus Geuensee LU. Herr Schaffer ist pensionierter Lastwagenfahrer und leidenschaftlicher Fischer. Gerne bewegt er sich auch in Jägerkreisen. Den Pelzfellmarkt in Sursee hat er bereits einige Male besucht.

 

Dort hat er auch heuer Lose gekauft und seinen Soforttreffer – das beliebte Sackmesser – abgeholt. Als Nicht-Jäger hat Herr Schaffer kurz nach Start der Generalversammlung von RJL und somit vor der Verlosung des Hauptpreises den Pelzfellmarkt verlassen. Am Mittwoch, 3. Februar 2016 hat er dann auf www.revierjagd-luzern.ch sein Los geprüft und mit Freude festgestellt, dass er der Gewinner des Hauptpreises ist.

 

Am Donnerstag 4. Februar 2016 konnte Walter Schaffer seinen neuen Fiat Panda 4x4 bei der Garage Epper in Sursee in Empfang nehmen. Guido Roos (Präsident), René Steiner (Tombola-Chef) und Daniel Mächler (Kassier) von der Pelzfellmarktkommission haben ihm, nach Prüfung der Gültigkeit des Gewinnloses, das Auto übergeben und ihm unfallfreie Fahrt gewünscht.

 

Herr Schaffer freut sich sehr über sein neues Auto.

 

Guido Roos, Wolhusen, Präsident Pelzfellmarktkommission

 

Legende zum Foto „Übergabe Hauptpreis Tombola Pelzfellmarkt 2016“

v.l.n.r.: Daniel Mächler (Kassier Pelzfellmarktkommission), René Steiner (Verantwortlicher Tombola Pelzfellmarktkommission), Guido Roos (Präsident Pelzfellmarktkommission), Walter Schaffer (Gewinner des Fiat Panda) und Werner Lischer (Garage Epper Sursee)

 

 

Schlaue Vögel, geschickte Jäger

Über 60 Jägerinnen und Jäger aus dem See- und Surental besuchten im September den Weiterbildungsabend von RevierJagd Seetal/Surental in Gelfingen. Im Fokus stand diesmal die Kunst des Jagens auf Raben- und Saatkrähe. Diese intelligenten Tiere fordern vom Jäger frühes Aufstehen, geschicktes Verhalten und gute Tarnung.

Die Bestände der Raben- und insbesondere Saatkrähen sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Dort wo sie in grossen Verbänden auftreten, können sie in landwirtschaftlichen Kulturen beträchtliche Schäden verursachen, die im Gemüsebau 20‘000 Franken schnell mal übersteigen. Nicht selten ruft dann der Bauer die Jagd an, etwas zu unternehmen und die Rabenvögel intensiver zu bejagen. Dabei ist das Nachstellen auf diese schlauen Tiere nicht einfach, denn Rabenvögel zeichnen sich durch ihr grosses Anpassungsvermögen aus. Der Jäger muss also mit viel List vorgehen und am Morgen vor allem früh aufstehen, will er die Vögel vor die Flinte bekommen.

Vom Praktiker lernen

Mit Daniel Gerber, berichtete ein passionierter Jäger und Landwirt, über seine reiche Erfahrung bei der Lockjagd auf Krähenvögel. Dabei wurde eines deutlich, es sind die Erfahrungen und die vielen kleinen Details der Vorbereitung, welche eine erfolgreiche Bejagung letztlich ausmachen. Ein genaues Beobachten der Tiere, wo befinden sich deren Schlafbäume und welchen Anflug wählen sie zu den offenen Feldern wo sie ihre Nahrung finden? Besonders ideal sind dabei frisch bestellte Äcker oder Felder auf denen der Bauer kurzum Gülle oder Mist ausgebracht hat. Mit Krähenattrappen erstellt hier der Jäger früh am Morgen, bereits vor der einsetzenden Dämmerung, ein „freundliches“ Lockbild und beim Installieren seiner Tarnung achtet er auf die Windrichtung. Denn er weiss, dass Krähen immer gegen den Wind ihre Fressplätze anfliegen.

Sind Lockbild und Tarnung einmal eingerichtet, sollte der Jäger unverzüglich in Deckung gehen. Denn bereits mit dem ersten Licht des Morgens fliegen Raben- oder Saatkrähen schnell und lautlos an. Merke, nimmt sich der Jäger für die Vorbereitung genügend Zeit und bringt er die nötige Geduld auf, beim Warten auf die Schwarzen Räuber, ist der Erfolg gemäss Daniel Gerber mehr als garantiert. Wer hingegen die Tarnung zu früh verlässt und von den Tieren erkannt wird, hat’s vertan. Die Tiere sind zu schlau, um ein zweites Mal auf das Lockbild des Jägers hereinzufallen.

Es fehlt die Jagdtradition

Diese Art der Krähenbejagung wird im Kanton Luzern bisher nur vereinzelt praktiziert und es ist nicht davon auszugehen, dass sich dies mit dieser Weiterbildung rasch verändern wird. Traditionen müssen wachsen. Vielmehr beeindruckte die Zuhörerinnen und Zuhörer, dass mit entsprechendem Engagement bereits der einzelne Jäger diese äusserst schlaue Tierart – dort wo sie schadstiftend wird – sehr erfolgreich bejagen und vergrämen kann. Ein aufschlussreicher Weiterbildungsabend für Jägerinnen und Jäger der motiviert.

RevierJagd Seetal/Surental 

Daniel Gerber, ein passionierter Jäger, kennt die Tricks wie den Krähen erfolgreich nachzustellen ist

Rund 60 Jägerinnen und Jäger verfolgten interessiert Ausführungen des erfahrenen Krähenjägers Daniel Gerber

Mit eulenauge.ch war auch ein kompetenter Anbieter von Krähenattrappen, Tarnzelten und Tarnkleidern vor Ort

Das Aufstellen eines attraktiven Lockbildes mit Krähenattrappen und eine gute Tarnung des Jägers, sind das A und O einer erfolgreichen Jagd auf die Schwarzen Räuber

Das Aufstellen eines attraktiven Lockbildes mit Krähenattrappen und eine gute Tarnung des Jägers, sind das A und O einer erfolgreichen Jagd auf die Schwarzen Räuber

 

Luzerner Schweisshundeprüfung 500 m 2015

Am Freitag, 21. August traf sich im Revier Säckwald Schlierbach Prüfungsleiter Tony Schmidiger mit 7 Richterobmänner sowie den 3 Richteranwärtern zur alljährlichen 500 m Schweisshundeprüfung. Nach einer kurzen Instruktion durch den Prüfungsleiter ging es mit den ortskundigen Revierführern an die Arbeit. Im ganzen Revier wurden mit dem Fährtenschuh und 1 dl Schweiss sorgfältig 23 Fährten angelegt.


Die Hundeführer trafen dann am Samstag morgen, 22. August kurz vor 8 Uhr bei der Jagdhütte ein, wo die Fährten ausgelost wurden. Nach Instruktion durch den Prüfungsleiter ging es in 6 Gruppen ab ins Revier wo die Fährten auf die Gespanne warteten.


Nach getaner Arbeit, einem feinen „Asser“ aus der Schlierbacher Küche und einem gut getränkten „Schwarzen“ ging es anschliessend ans Absenden. Von den 23 angetretenen Gespannen haben 16 Hundeführer mit ihren Hunden die Prüfung mit Erfolg bestanden. Der Prüfungsleiter durfte somit 70% der angetretenen Gespanne den Prüfungsausweis übergeben.


Ein grosses Dankeschön geht an unseren Prüfungsleiter, alle Richter sowie die Jagdgesellschaft Säckwald Schlierbach für das Gastrecht im Revier.


Erfolgreiche Gespanne der 500m Prüfung:

  • Arno Reber mit Akira, Zell
  • Markus Bieri mit Aras aus der Breitnau, Meggen
  • Dominik von Ah mit Inka vom Dolmar, Meggen
  • Oskar Husmann mit Terry vom Holzwäldli, Schachen
  • Dori Portmann mit Alma, Menznau
  • Guido Duss mit Cilly von Millizers Meute, Doppleschwand
  • Matthias Tanner mit Kendo vom Kapelhof, Hofstatt
  • Hans Reinert mit Maro, Menznau
  • Peter Schwegler mit Sissi vom Rebenland, Grossdietwil
  • Markus Kunz mit Murphy vom Hasenschreck, Hochdorf
  • Andre Filipendin mit Irma von Obermayerhofen, Adligenswil
  • Beat Furrer mit Adess vom Gewitter, Mosen
  • Franz Schmid mit Orphelia vom Schlossberg, Rickenbach
  • Marcel Roos mit Luna, Egolzwil
  • Nik Imfeld mit Geronimo of Aluscht, Alpnachdorf
  • Hans Waldvogel mit Leika, Netstal


Kilian Zemp 

Alle Teilnehmer vor dem Absenden

Prüfungsleiter Tony Schmidiger

Sektion Entlebuch mit Richtern

Sektion Hinterland

Sektion Pilatus

Sektion Seetal

 

Neuer Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen mit Peter Ulmann unsern neuen Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei vorstellen darf. Der neue Fischerei- und Jagdverwalter des Kantons Luzern tritt die Stelle  am 1. Januar 2016 als Nachfolger von Otto Holzgang an. Bis zu diesem Zeitpunkt wird Thomas Stirnimann weiterhin ad interim diese Funktion wahrnehmen.

 

Peter Ulmann war 13 Jahre lang Leiter des Zuger Amtes für Fischerei und Jagd. Seit 2012 ist er Co-Leiter des Amtes für Wald und Wild im Kanton Zug. Dem Biologiestudium an der Universität Bern folgte die Doktorarbeit als Naturwissenschaftler an der EAWAG/ETH und später der MAS in Public Management an der Hochschule Luzern.

 

Peter Ulmann bringt ein breites Wissen in den Bereichen Fischerei, Jagd, Natur- und Waldnaturschutz und eine reiche Führungserfahrung mit. Er hat 1998 die Jagdprüfung und 2004 den interkantonalen Grundkurs für Wildhüter absolviert. Zudem ist er im Besitz der Berufsprüfung für Fischereiaufseher.

Peter Ulmann ist 51jährig und wohnt in Zofingen.

 

Ich bin überzeugt, dass Peter Ulmann auch für Sie eine kompetente Ansprechperson sein wird  und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

 

Ich danke Ihnen für die Kenntnisnahme.

 

Freundliche Grüsse

 

Christoph Böbner

 


Christoph Böbner
Dienststellenleiter

KANTON LUZERN
Landwirtschaft und Wald (lawa)
Centralstrasse 33
Postfach
6210 Sursee

Telefon     041 925 10 00
christoph.boebner(at)lu.ch
www.lawa.lu.ch

 

 

 

Neuer Leiter Geschäftsstelle RJL

 

Der Vorstand hat Herr Peter Krummenacher zum Nachfolger von David Clavadetscher gewählt. Peter Krummenacher ist 53 Jahre alt und wohnt in Rain. Als dipl. Treuhandexperte führt er als Mitinhaber die Contrust Finance AG in Luzern. Er ist Pächter und Obmann im Revier Rain und Mitglied der Jagdhornbläser Lindenberg.

 

Die Geschäftsstelle wird im Verlauf des Herbstes von der Sandona GmbH, Zofingen zur Contrust Finance AG Luzern wechseln. Der Vorstand freut sich, mit Herrn Peter Krummenacher einen kompetenten und engagierten Nachfolger gefunden zu haben und wünscht ihm und seinem Team bereits heute viel Erfolg und Freude mit Revierjagd Luzern.

 

 

Die Jagdprüfung erfolgreich bestanden

 

Übergabe vom Jagdfähigkeitsausweis des Kantons Luzern in Retschwil 

 

Text und Bilder: Ramona Meyer-Stöckli

 

In Retschwil (Gemeinde Hitzkirch), bei der gleichnamigen Jagdgesellschaft, erhielten 4 Jungjägerinnen und 36 Jungjäger den Fähigkeitsausweis. Nach einer intensiven Ausbildungszeit konnte Dr. Otto Holzgang, Präsident der Prüfungskommission, den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Jagdlehrganges 2014/2015 den Fähigkeitsausweis überreichen. "Stets muss die Praxis auf guter Theorie beruhen" (Zitat aus dem 15. Jahrhundert von Leonardo da Vinci). In diesem Sinne übergab Otto Holzgang den neu brevetierten Jägerinnen und Jäger, die sich am Mittwochabend vor Fronleichnam auf einer Wiese mit Blick auf den Baldeggersee eingefunden hatten, den Jagdfähigkeitsausweis. Der Prüfungskommissionspräsident und Jagdverwalter gab den erfolgreichen Lehrgangteilnehmenden den Rat mit auf den Weg, weiter wissbegierig zu bleiben, sich weiterzubilden, die Theorie aber auch die Praxis zu hinterfragen und verbessern sowie Erfahrungen zu sammeln. Weiter ermahnte er die Absolventen, dass weder Theorie noch Praxis stehen bleiben – und genauso wenig darf das der Fall bei den Jägern sein.

 

Von den Lehrgangsteilnehmenden wird viel verlangt
Mindestens 100 Stunden in Kursen, auf Reviergängen und Einsätzen im Revier müssen die Lehrgangteilnehmenden aufweisen, ehe sie zur Prüfung zugelassen werden. Als Erstes haben die Teilnehmenden die sichere Handhabung der Jagdwaffen und die Treffsicherheit im jagdlichen Schiessen unter Beweis zu stellen. Da der Lebensraum des Wildes immer mehr zum Erholungsraum des Menschen wird, braucht es daher sehr viel Konzentration und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit einer Waffe. Die mündliche und schriftliche Prüfung umfasst schliesslich die Fachgebiete Jagdrecht, Waldkunde und Lebensraum, Wildkunde, Jagdkunde und jagdliches Brauchtum sowie Jagdhunde.

 

Glückwünsche und Grüsse überbracht
Gemeinderat Cornelius Müller überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Hitzkirch und wünschte den 4 Jungjägerinnen und 36 Jungjägern ein interessantes Jägerleben. Die Grüsse des Kantonalverbandes Revierjagd Luzern überbrachte Präsident Peter Küenzi. Er gratulierte den erfolgreichen Prüfungsteilnehmenden und dankte insbesondere der Jagdverwaltung für das gute Einvernehmen sowie den Ausbildnern und Prüfungsexperten für ihr Engagement. "Wenn du ein guter Jäger werden willst, musst du es zuerst lernen und dann deinen eigenen Weg gehen". Dies ist ein Sprichwort der Innuits und der Eskimos, mit welchem Peter Küenzi die frischgebackenen Jägerinnen und Jäger daran mahnte, dass man Jagd in der Praxis lernt und nicht zu Hause! „Ein ganz grosses Dankeschön gebührt der gastgebenden Jagdgesellschaft Retschwil unter der Leitung von Obmann Roland Waldispühl“, bedankte sich Küenzi. Die würdige Feier wurde mit den Vorträgen von den Jagdhornbläser musikalisch umrahmt und später fand der gediegene Abend einen gemütlichen Ausklang.

 

15 neu brevetierte Seetaler Jägerinnen und Jäger Philipp Achermann, Hildisrieden; Beat Brechbühl, Neudorf; Gisela Bussmann-Suter, Beromünster; Christoph Elsässer, Neudorf; Stefan Guthauser, Neudorf; Pius Höltschi, Aesch; Michael Küng, Beromünster; Stefan Lindegger, Wilihof; Christoph Meierhans, Luzern; Jakob Müller, Gelfingen; Franz Schmid, Eschenbach; Kornelius Schüpfer, Rickenbach; Thomas Schurtenberger, Ballwil; Roger Wicki, Eich; Peter Widmer, Gelfingen. 

Stolzer Präsident von der Sektion Seetal, David Estermann (links aussen), mit den brevetierten Jäger aus seiner Sektion.

 

Sektionskurs der Sektionen Pilatus und Seetal: "Schwarzwild - unsere neue Herausforderung?"

Die Sektion Pilatus - von Revierjagd Luzern - hat den Weiterbildungskurs 2015 organisiert und durchgeführt. Dieser Kurs galt vollumfänglich dem Thema Schwarzwild. Zu diesem wichtigen Thema äusserten sich in einem Podiumsgespräch verschiedene Fachleute aus Politik, Wirtschaft und der Jägerschaft.

 

Text Ramona Meyer-Stöckli

 

Mittlerweile sind einige Schwarzwild-Rotten im Kanton Luzern unterwegs. Das Schwarzwild als aufkommende Schalenwildart wird aktuell in der Bejagung. Die Sektionen Pilatus und Seetal - von Revierjagd Luzern - haben zu einem Weiterbildungsabend ins Pfarreiheim nach Neuenkirch eingeladen. Zu dieser Veranstaltung waren nebst den Jägern aus den beiden Sektionen auch Landwirte aus dem betroffenen Einzugsgebiet Pilatus und Seetal eingeladen. Gut 200 Jägerinnen und Jäger - unter ihnen rund zwei Dutzend Landwirte - brachten mit ihrer Anwesenheit ihr grosses Interesse, betreffend Schwarzwild, zum Ausdruck.

 

Schwarzwild (Wildschwein) im Kanton Luzern
Anfangs Jahr kamen die ersten Schwarzwildrotten vom Kanton Solothurn (Jura) her, via die Wildunterführung der Autobahn im Raum Gunzgen, in den Kanton Luzern. In Richenthal, Grosswangen, Altisholfen und Ruswil wurden Wildsaurotten gesichtet. Es konnten bereits erste Sauen erlegt werden. Martin Bättig, Präsident der Sektion Pilatus, führte in Neuenkirch durch den Abend und leitete das Podiumsgespräch. Er bekräftigte eingehend, dass es nicht das Ziel sein dürfe, die Sauen auszurotten. "Diese interessante Schalenwildart hat bei uns eine Daseinsberechtigung und es gilt, dieser "neuen Wildart" bei uns mit der entsprechenden Jagdethik zu begegnen – somit die aufkommende Population zu bewirtschaften und nicht zu bekämpfen", so der Sektionspräsident. Im Verlaufe des Abends wurde aber bald klar, dass es das Ziel sein muss, die Schäden in einem ertragbaren Mass für alle zu halten. Die Jäger, Jagdgesellschaften und auch die Landwirte sind nun stark gefordert, damit man dieses Ziel erreichen kann. Eine gute Kommunikation zwischen den Jagdgesellschaften und Landwirten sowie von den Jagdgesellschaften untereinander ist also unumgänglich.

 

Die "neue Wildart" kennenlernen
Das erste Referat des Abends hielt Silvan Eugster aus St. Gallen. Er hat in Deutschland die Ausbildung zum Berufsjäger erlernt und ist heute Wildhüter im Kanton St. Gallen. Eugster verfügt über ein enormes Fachwissen und besitzt grosse Schwarzwild-Erfahrung.
Der junge Berufsjäger zeigte auf, wie Schwarzwild zu bejagen ist, erläuterte jagdliche Ausdrücke und stellte den Anwesenden die Wildschweinart bis ins Detail vor. In erster Linie galt der Schwerpunkt dem Kennenlernen dieser neuen Individuen. Verbreitung, Lebensraum, Körpermerkmale, Verhalten und Sozialorganisation sowie Fortpflanzung und Bestandesdynamik wurden aufgezeigt. Aber auch die Frage der jagdlichen Zielsetzung "Bekämpfung oder Bewirtschaftung" stellte er in den Mittelpunkt. "Es sollte klar sein, dass Schwarzwild nicht bekämpft sondern richtig bewirtschaftet werden soll" so der St. Galler Schwarzwildspezialist. Auch die Bejagungsgrundsätze wurden von Silvan Eugster angesprochen und er bekräftigte, dass es entscheidend sei, die richtige Ausrüstung zu besitzen. Zum Schluss gab er überzeugend zum Ausdruck, dass eine Schwarzwildreduktion möglich sei wenn der Wille aller Betroffenen da ist. Die Zusammenarbeit zwischen Jäger, Landwirt und den Ämtern sowie der Regierung ist also Grundvoraussetzung.

 

Sicht aus der Landwirtschaft
Der ehemalige Vize-Präsident des Schweizer Bauernverbandes und amtierende Kantonsrat, Josef Dissler, richtete seine Worte als Vertreter der Landwirtschaft und der Politik an die Besucherinnen und Besucher. Er bewirtschaftet einen mittel grossen Landwirtschaftsbetrieb und hat auch Erfahrung in der Schweinezucht. "Die sogenannten Hausschweine oder Zuchtschweine sind zwar mit den Wildschweinen in vielen Punkten vergleichbar, jedoch sind es klar zwei verschiedene Arten von Sauen", so Dissler. Er zeigte auf, welche Bedeutung das Vorkommen von Schwarzwild in Bezug auf die Landwirtschaft haben wird. Verschiedene Punkte wie Bedeutung des Pflanzenbaus, Auswirkungen auf die Landwirtschaft, Risiko von Krankheitsübertragung wurden in seinem Referat behandelt. Aus Sicht des Luzerner Bauernverbandes ist es klar, dass nun sofort ein Konzept zwischen Jäger, Landwirt und dem Kanton zum Thema Schwarzwild ausgearbeitet werden muss. "Dazu ist die Kommunikation zwischen allen Beteiligten enorm wichtig, Symmetrische Lösungen zwischen Jagdbehörden und der Landwirtschaft, klare Regelung bei Schäden und nicht zuletzt auch Veterinärmedizinische Risikoanalysen müssen ausgearbeitet werden", forderte Dissler. Ebenfalls müssen das kantonale Jagdgesetz und das Wildschweinkonzept vom Jahr 2005 revidiert werden. "Landwirtschaft und Jagd sind aufeinander angewiesen!", betonte Dissler abschliessend.

 

Aus der Jagdverwaltung
Dr. Otto Holzgang, Jagdverwalter vom Kanton Luzern, wies eingehend darauf hin, wie wichtig die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in Bezug auf Schwarzwild sei. Er stellte die geltenden rechtlichen Grundlagen vor und erläuterte die Eckpunkte vom Wildschweinkonzept aus dem Jahre 2005. Die Eckpunkte sind: Die Rückkehr von Schwarzwild im Kanton Luzern soll als dynamischer Ausbreitungsprozess einer einheimischen Tierart verstanden werden. Der Kanton Luzern soll Lebensraum nicht nur für einzelne Wildschweine, sondern auch für arttypische Rotten mit intakten Sozialstrukturen sein. Trotzdem sollen die Wildschweinschäden aber auf ein tragbares Niveau begrenzt werden. Dieses tragbare Niveau soll als Grössenordnung definiert sein. Die Wildschadenverhütung und Wildschadenvergütung trägt dem speziellen Schadenpotenzial der Tierart Rechnung. Das Anpassen der rechtlichen Grundlagen (Jagdrecht) ist zudem zu überprüfen.
Im Weiteren ist Otto Holzgang davon überzeugt, dass das Monitoring weiterhin sinnvoll ist. "Durch eine artspezifisch korrekte und ethisch vertretbare Bejagung soll die nachhaltige Nutzung eines tragbaren Wildschweinbestandes gewährleistet sein. Im Sinne einer Schadenabwehr sollen gezielt auf Feldern Wildschweine erlegt werden. Landwirte melden unverzüglich der zuständigen Jagdgesellschaft Schäden oder Schwarzwild-Beobachtungen. Ebenfalls ist es dringend notwendig, dass die Jäger ihre Beobachtungen dem Amt melden. Dies ist sehr wichtig, um den Überblick zu behalten und eventuell Massnahmen einzuleiten", betonte der Jagdverwalter.

 

Podiumsdiskussion Im letzten Teil des Sektionskurses konnten die Anwesenden Fragen, Wünsche und Meinungen kund tun. Die Podiumsgäste standen der Jägerschaft und den Landwirten Rede und Antwort. Das Fazit steht fest: Zum Thema Schwarzwild im Kanton Luzern sind nicht nur Jäger und Landwirte gefordert sondern auch die Regierung. Es sollte sobald wie möglich ein neues gemeinsames Konzept ausgearbeitet werden, wie man in Zukunft mit dem Schwarzwild in unserem Kanton umgeht. Sei es in der Bejagung, Schadenverhütung, Kommunikation, Schadenvergütung usw. Zudem sollte die Bearbeitung des Vorstosses, welcher anfangs Jahr 2015 eingereicht wurde, in Kürze vom Parlament in Angriff genommen werden. Zudem haben Schweinezüchter und Schweinefleischvermarkter ihre Bedenken zum Thema Seuchen wie Enzootische Pneumonie (EP) oder APP, PRRS sowie Schnüffelkrankheit kundgetan. Martin Bättig forderte am Schluss der Veranstaltung auf: Schwarzwild – unsere neue Herausforderung? … gehen wir sie gemeinsam aktiv an! 

Referent Silvan Eugster aus St. Gallen hat in Deutschland die Ausbildung zum Berufsjäger erlernt und ist heute Wildhüter. Er verfügt über ein enormes Fachwissen und besitzt grosse Schwarzwild-Erfahrung. (Foto: Tobias Meyer)

Der ehemalige Vize-Präsident des Schweizer Bauernverbandes und amtierende Kantonsrat, Josef Dissler, richtete seine Worte als Vertreter der Landwirtschaft und der Politik an die Besucherinnen und Besucher. (Foto: Tobias Meyer)

Martin Bättig, Präsident der Sektion Pilatus und von RevierJagd Luzern, führte das Podiumsgespräch und richtete eingehend seine Anliegen zum Thema Schwarzwild, als Vertreter der Jäger, an die Anwesenden. (Foto: Tobias Meyer)

Dr. Otto Holzgang (rechts), Jagdverwalter vom Kanton Luzern, wies eingehend darauf hin, wie wichtig die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in Bezug auf Schwarzwild sei. (Foto: Tobias Meyer)

 

Leinenpflicht für Hunde in Luzerner Wäldern von April bis Juli

«Im Kanton Luzern müssen Hunde im Wald und am Waldrand zwischen 1. April und 31. Juli an die Leine genommen werden» (Bild Trudi Haas)
«Im Kanton Luzern müssen Hunde im Wald und am Waldrand zwischen 1. April und 31. Juli an die Leine genommen werden» (Bild Trudi Haas)

 

 

Zwischen 1. April und 31. Juli müssen Hunde im Wald und am Waldrand an die Leine genommen werden. Damit soll das Wild in der Hauptsetz- und Brutzeit besser geschützt werden.


Schutz während der Brut- und Setzzeit
Mit der Einführung der Leinenpflicht vom 1. April bis am 31. Juli im Wald und am Waldrand sollen die wildlebenden Tiere in der Hauptsetz- und Brutzeit vor Gefährdungen und Störungen geschützt werden.

Eine ähnliche Regelung kennt insbesondere auch der Kanton Aargau. Die Einschränkung gilt nicht für Diensthunde des Polizei- und Rettungswesens, Herdenschutz- sowie Jagdhunde im Einsatz. Nach wie vor gilt, dass Hunde, die beim Reissen von Wild angetroffen werden, von berechtigten Personen erlegt werden können.

 

Wildschweine im Kanton Luzern

Sektionskurs, Revierjagd Luzern, Sektion Hinterland 

 

Die Wildschweine halten Einzug im Kanton Luzern. Erste Schäden wurden festgestellt und bereits konnten in einzelnen Revieren Wildschweine erlegt werden. Genau dies bewog die Sektion Hinterland, einen Kurs zur Wildschwein Thematik, zu organisieren. Für diesen Kurs konnten folgende Referenten engagiert werden:

  • Urs Kunz, Präsident Sektion Hinterland
  • Erwin Osterwalder, Fachbereichsleiter Jagd Kt. Aargau
  • Otto Holzgang, Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei Kt. Luzern
  • Kaspar Schlittler, erfolgreicher Sauenjäger aus Hägendorf Kt. Solothurn

Ziel des Sektionskurses war es, offene Fragen zum Thema zu klären und die Jäger im Kanton Luzern für die Wildschweinjagd vorzubereiten und zu sensibilisieren.

 

Am Mittwoch, 01. April 2015 konnte Urs Kunz in Ettiswil, im prall gefüllten Saal der Ilge Ettiswil, 150 Grünröcke begrüssen. Diese sehr grosse Teilnehmerzahl, zeigt dass die Sektion Hinterland mit der Themenwahl voll ins Schwarze getroffen hatte. Neben den 150 Grünröcken waren auch Vertreter des Luzerner Bauernverbandes Anwesend.

 

Die Schweine halten Einzug im Kanton Luzern

Urs Kunz erklärte in seinem Referat die aktuelle Situation. Die ersten Sauenrotten kamen anfangs Jahr vom Kanton Solothurn (Jura) her, via der Wildunterführung im Raum Gunzgen Autobahn in den Kanton Luzern. Sauenrotten wurden in Richenthal, Altishofen, Grosswangen und Ruswil gesichtet. Bereits konnten erste Sauen erlegt werden. Urs Kunz hielt fest, dass es nicht das Ziel sein Darf die Sauen auszurotten, sondern dies auch eine Wildart ist die auch eine daseinsberechtigung hat. Es gelte dieser „neuen Wildtierart“ bei uns mit der entsprechenden Jagdethik zu begegnen. Das Ziel müsse es sein, die Schäden in einem ertragbaren masse für alle zu halten. Dazu sind die Jagdgesellschaften, Jäger und auch die Landwirtschaft stark gefordert. Dazu braucht es eine gute Kommunikation zwischen den Jagdgesellschaften und Landwirten wie auch von den Jagdgesellschaften untereinander.

 

Schwarzwild im Kanton Aargau

Erwin Osterwalder eröffnet sein Referat mit ein paar allgemeinen Fakten zum Schwarzwild. Dabei sticht vor allem eines heraus, nämlich die enorme Wachstumsrate bis 300%. Die Schwarzwildentwicklung im Kanton Aargau ist enorm. In den letzten Zehn Jahren bewegen sich die Abschüsse von 300 bis 1600 Schwarzkitteln pro Jahr. Dementsprechend waren auch die Schäden. Im Jahr 2013, betrugen diese 800‘000 Fr. Das Schwarzwildmanagment des Kantons, baut auf drei Säulen auf. Erstens, die jagdliche Regulierung der Bestände, zweitens, schadenverhütende Massnahmen im Agrarland und drittens, angemessene Vergütung entstandener Schäden. Die Eckpunkte für die Wildschäden sind:

  • Abschätzung durch drei Kantonale Wildschadenschätzer
  • Die Wildschadenschätzung erfolgt immer zusammen mit Landwirtschaft und Jagdgesellschaft.
  • Entschädigt werden nur Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen
  • Bagatellschadengrenze beträgt 150 Fr.

Was bei der Schwarzwildbejagung zu beachten ist sind folgende no go‘s, Wildschweine füttern, nur Ansitzjagd im Wald und nur Jagd auf grosse Keiler (Trophäenjagd). Als Pflichten für Schwarzwildbejagung gelten dafür, Ansitz und Pirschjagd im Feld, Revierübergreifende Absprache Jagd, gestreifte Frischlinge erlegen und keine Fütterungen nur Kirrungen. Der Kanton hat momentan sechs Nachtsichtzielgeräte im Einsatz. Erste Erfahrungen zeigen aber dass die Handhabung nicht einfach ist, das Ansprechen der Wildschweine jedoch deutlich besser. Zum Schluss gibt Erwin Osterwalder folgende Empfehlungen ab:

  • Schwarzwild von Anfang bejagen
  • Zusammenarbeit von benachbarten Jagdrevieren
  • Vergrämung im Feld (Sommer)
  • Regulation im Wald (Winter)
  • Einsatz von Sauentauglichen Hunden
  • Erhöhtes Schiesstraining
  • Keine Schädlingsbekämpfung

 

Zusammenarbeit mit Bauern

Otto Holzgang weist darauf hin, wie wichtig eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ist in der ganzen Schwarzwild Thematik. Der Kanton Luzern hat bereits ein Wildscheinkonzept aus dem Jahre 2005. Die Eckpunkte sind:

  • Die Rückkehr von Schwarzwild in den Kanton Luzern soll als dynamischer Ausbreitungsprozess einer einheimischen Tierart verstanden werden. Nicht nur für einzelne Wildschweine, sondern für arttypische Rotten mit intakten Sozialstrukturen soll der Kanton Luzern Lebensraum sein.
  • Die Wildschweinschäden sollen auf das tragbare Niveau begrenzt werden. Dieses tragbare Niveau soll als Größenordnung definiert sein.
  • Die Wildschadenverhütung und Wildschadenvergütung trägt dem speziellen Schadenpotenzial der Tierart Rechnung.
  • Die Anpassung der rechtlichen Grundlagen ist zu prüfen.
  • Durch eine artspezifisch korrekte und ethisch vertretbare Bejagung soll die nachhaltige Nutzung eines tragbaren Wildschweinbestandes gewährleistet sein.

 

Im Sinne einer Schadenabwehr, auf Feldern Wildschweine erlegen. Landwirte, unverzüglich der zuständigen Jagdgesellschaft Schäden oder Schwarzwild-Beobachtungen melden. Ebenfalls ist es dringend notwendig, dass die Jäger Ihre Beobachtungen dem lawa melden, diese seien sehr wichtig um den ganzen Überblick zu behalten und ev. Massnahmen einzuleiten. Otto erklärte auch die ganzen gesetzlichen Grundlagen, wie die Schonzeit vom 01. März bis 30. Juni. Für Wildschweine welche jünger als zwei Jahre sind, ausserhalb des Waldes keine Schonzeit. Die Wildschadensregelung bei Wildschweinen, wird zu 50% durch die Jagdkasse und zu 50% durch die zuständige Jagdgesellschaft bezahlt. Festzuhalten gilt ebenfalls die Trichinenschau welche bei den erlegten Wildschweinen gemacht werden sollte. Abschliessend ist zu sagen dass im Kanton Luzern eine Anpassung der rechtlichen Grundlagen nötig ist.

 

Erfahrungen aus der Praxis

Das Schluss Referat hielt, Kaspar Schlittler, erfolgreicher Schwarzwildjäger aus Hägendorf, Kanton Solothurn. Kaspar Schlittler schilderte die Schadenslage im Kanton Solothurn. Die Schäden belaufen sich teilweise ins untragbare, zum Beispiel in Lostorf, wo die Jagdgesellschaft im 2013, einen Schaden von 35‘000 Fr. zu begleichen hatte. Die Schäden kommen vor allem in Gras und Fruchtfeldern vor. Kaspar Schlittler’s Referat war von sehr vielen Praxis Tipps geprägt. Einige Tipps lösten im Saal ein schmunzeln aus, aber Herr Schlittler weiss ganz genau wovon er spricht, denn Ihm gelang es in den letzten 10 Jahren über 200 Sauen zu erlegen. Zu diesem Erfolg hat ganz sicher seine ganz spezielle Pirschtechnik auf dem Feld beigetragen. Auch der Hinweis mit dem indirekten Sehen in der Nacht, löste einiges an erstaunen aus. Zum Abschluss gabs ein Zitat von Prof. Dr. Hans Leibundgut welches wie folgt lautet: «Forstlich gesehen ist das Wildschwein ein herrliches Tier. Vorne pflügt es, hinten düngt es und dazwischen bereitet es waidmännisches Vergnügen.»

 

Unter tosendem Applaus verliess Kaspar Schlittler das Rednerpult und Urs Kunz betrat nochmals die Bühne. Dieser fasste alles nochmals in ein paar Sätze zusammen. Er bedankte sich bei allen Zuhörern, bei den Referenten und überreichte diesen zum Abschluss noch ein kleines Präsent gespendet von Hubert Peter, Luthern und Sepp Meier, Grosswangen. AVo

 

 

 

 

Sektionsversammlung RevierJagd Seetal

Jäger erwarten von Waldbesuchern mehr Rücksicht  

 

Die Sektionsversammlung von RevierJagd Seetal, stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Wechsels im Vorstand. Nach sechs Jahren übergibt Lukas Suter den Vorsitz an David Estermann. Gleichzeitig mussten zwei weitere Vorstandsmitglieder in Ihren Chargen ersetzt werden. Zu Reden geben im See- und Surental vor allem der zunehmende Druck auf die Lebensräume durch Freizeitaktivitäten und das Auftreten erster Wildschweinrotten.

 

Der ganze Bericht kann hier heruntergeladen werden:

Mit einem Grossaufmarsch zollten die See- und Surentaler Jäger den abtretenden Vorstandsmitglieder ihre Wertschätzung

Ein letztes Mal stand Lukas Suter der Versammlung vor

Wenn Otto Lang am Rednerpult steht, geht’s um Mäuse

Mit David Estermann wählte die Versammlung einen jungen, dynamischen Jäger an ihre Spitze

Der Eine, Lukas Suter (rechts), freut sich nun über mehr Zeit fürs Jagen, der Andere, David Estermann, auf die Herausforderungen als neuer Präsident von RevierJagd Seetal

Sie wurden neu in den Sektionsvorstand gewählt, Anton Ruckli (links) und David Estermann. Auf dem Bild fehlt Marco Leuenberger.

Nach zusammen 24 Jahren Vorstandsarbeit ist Schluss. Von Links: Lukas Suter, Otto Lang und Werner Hüsler

Sie sorgten für einen würdigen musikalischen Rahmen, die Jagdhornbläser Waldmeister aus Schenkon

Marco Leuenberger ist der dritte im Bund, der neu dem Vorstand von RevierJagd Seetal angehört.

 

Jagdhornklänge und beflügelnde Gedanken

28.12.2014. Hubertusfeier der Jagdgesellschaft Seckwald 

 

Es ist ein schöner Brauch der Jagdgesellschaft Seckwald, dass sie jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr zur Hubertusfeier in die Rochus-Kapelle nach Schlierbach einlädt. Das alte Jahr mit einem Lobpreis der Schöpfung und berührenden Jagdhornklängen ausklingen zu lassen, dieser Einladung folgt jeweils nicht nur die einheimische Bevölkerung, die Feier ist auch ein Stelldichein für viele Jägerinnen und Jäger aus der Region.

 

Max und Irene Thürig ist die Hubertusfeier in Schlierbach ein Herzensanliegen. Dies spürt, wer dabei ist. Ihre Gedanken zum Thema „FLIEGEN – ABER NICHT ABHEBEN“, umrahmt mit Naturfotografien aus dem eigenen Fundus, bewegte und forderte zum Nachdenken auf.

 

Fliegen war schon immer ein Traum des Menschen! Reinhard May interpretiert dies passend in seinem Lied: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“. Dank unserer Intelligenz konnten wir diesen Traum verwirklichen und damit ein Handicap gegenüber der Tierwelt wettmachen. Doch der Mensch strebt nach mehr. Ausgestattet mit vielen Begabungen sucht er laufend nach neuen Inhalten, nach neuen Zielen! Und trotzdem erreicht er in Vielem die Spezialisten der Tierwelt nicht.

 

Setzen wir Jäger uns wie die Tiere dort ein, wo unsere Stärken liegen. Indem wir zum Beispiel verantwortungsvoll mit unserem Lebensraum umgehen und ihn aktiv schützen. Nützen wir dabei unsere Möglichkeiten jedoch nicht zum eigenen Vorteil. Denn damit besteht die Gefahr, dass wir abheben und den Bezug zur Realität – sei dies im Privaten, im Beruf oder im Umgang mit unserem Lebensraum – verlieren. Orientieren wir uns an den entscheidenden Dingen des Lebens.

 

Wohltuend dazu die Parforceklänge der Luzerner Jagdhornbläser. Unter dem Dirigat von Kurt Gabriel verstand es das Corps ausgezeichnet die Messe auch musikalisch zu beflügeln. Allesamt ein bleibendes Erlebnis. Diakon und Gemeindeleiter Leo Elmiger-Schrag, brachte es in seinem Schlusswort der Messe auf den Punkt: „Die Hubertusfeier mit den Seckwaldjägern ist für mich jedes Jahr ein besonderes Erlebnis zum Jahresabschluss. Jagdmusik und die Gedanken zur Schöpfung beflügeln mich“.

 

Werner Hüsler

 

 

Wohltuende Klänge der Luzerner Jagdhornbläser
Wohltuende Klänge der Luzerner Jagdhornbläser
 

Newsletter Sektion Seetal

Untenstehend kann die neuste Ausgabe des Newsletters der Sektion Seetal heruntergeladen werden. Er enthält Informationen zu:

  • den nächsten Hubertusmessen
  • der 19. Obwaldner Trophäenschau
  • der Sektionsversammlung Seetal
  • Fäälimärt 2015
  • den nächsten Bläserkursen
  • der Abstimmung zur 1. Schweizer Jägerin des Jahres
  • dem neuen Internetauftritt von JagdSchweiz

Newsletter Dezember Sektion Seetal (PDF)

 
 

Neue Schonzeiten für den Feldhasen

Gemäss geltender Jagdverordnung des Kantons Luzern vom 1. April 2014, bestehen für den Feldhasen neue Schonzeiten resp. neue Jagdzeiten. Der Feldhase darf nur noch vom 1. November - 15. Dezember bejagd werden.

 

Auf dem durch Revierjagd Luzern verteilten Jagdkalender 2014 sind für den Feldhasen noch die Jagdzeiten nach altem Recht publiziert.

 

 

 

Nicht Schuldige suchen – Massnahmen initiieren

 

Der Feldhase, war dieses Jahr Thema des Weiterbildungsseminars von RevierJagd Seetal. Rund 80 Jägerinnen und Jäger setzten sich einen Abend lang mit der Lebensweise, den Raumansprüchen und den Gründen rückläufiger Hasenbestände auseinander. Sie wollten aber auch wissen, was sie konkret selber tun können um dem, Feldhasen wieder auf die Sprünge zu helfen.

Jedes Jahr im September, kurz vor Beginn der Bewegungsjagden, lädt RevierJagd Seetal zu einem Weiterbildungsabend nach Gelfingen ein. Im Fokus jeweils ein Thema das Jägerinnen und Jäger beschäftigt.

„Was ist mit dem Hasen los?“, unter diesen Titel stellte RevierJagd Seetal das diesjährige Seminar. Eine berechtigte Frage, denn obwohl kaum mehr bejagt, sind die Bestände des Feldhasen, dieser sympathischen Wildart im Schweizer Mittelland seit Jahren stark rückläufig. Konnte der Mümmelmann vor Jahren noch regelmässig auf dem offenen Feld beobachtet werden, so sind sie selten geworden, die Hasenhochzeiten wo die Rammler auf den Hinterbeinen mit Imponiergehabe um die Gunst der Häsin streiten.

Wildtierbiologe Dr. Hans Peter Pfister, in Jagdkreisen besser bekannt als Hasen-Pfister, kennt die Gründe dieser Entwicklung genau. In seinem Referat suchte er nicht nach Schuldigen, sondern es ging ihm vor allem um die Frage, wo und mit welchen Massnahmen können für den Feldhasen optimalere Lebensraumbedingungen geschaffen werden. Gefordert sei nicht die Jagd, gefordert sind vor allem Gesellschaft und Politik.

Agrarpolitik und Klimawandel helfen dem Hasen

Pfisters kritische Lagebeurteilung ergibt drei Problemfelder die dem Feldhasen zusetzen: die Zerschneidung der Landschaft durch Strassen und Siedlung, die Störung der Wildlebensräume durch Erholungssuchende und die veränderte Landnutzung.

Als ursprünglicher Steppenbewohner, ist der Feldhase der offenen Feldflur angepasst. Seine höchste Dichte erreicht er in grossflächigen Feldgebieten. Darunter intensiv bewirtschaftete, ausgedehnten Ackerbaugebiete mit Deckung gebenden Kulturen und später Ernte, was seine Flexibilität als Bewohner der modernen Kulturlandschaft belegt. Die flächige Grünlandbewirtschaftung hingegen, wie wir Sie in Milchwirtschaftsgebieten kennen, mit frühem und häufigem Schnitt, ist für den Feldhasen sehr ungünstig. Für das Aufkommen seines Nachwuchses sind die Perioden zwischen den einzelnen Schnitten ganz einfach zu kurz geworden.

Pfister ist überzeugt, dass die neue Agrarpolitik dem Hasen in die Hand spielt. Mit ihr sind lebensraumaufwertende Massnahmen für Bauern attraktiver und zu einem echten Erwerbszweig geworden. Genügend Deckung in Form extensiv genutzter Wiesen, Niederhecken und Säumen sind Elemente, welche die Bedingungen für den Feldhasen verbessern. Selbst der Klimawandel geht für den Hasen in eine günstige Richtung. Stimmt dann noch das Nahrungsangebot und die Ruhe, könnte es mit dem Hasen wieder aufwärts gehen.

Mitreden, Überzeugen und nicht nachlassen

Es gibt vielversprechende Beispiele die dem Feldhasen helfen und an denen sich Jagd und Bevölkerung orientieren kann. Wichtig ist dabei, wer sich einer konsequenten Hasenhege verschreibt, darf nicht nachlassen. Denn die Erholung der Bestände braucht Zeit.

Pfister ist es wichtig, dass Jägerinnen und Jäger vermehrt aktiv werden, mitreden und mitbestimmen. Sie können dies wirkungsvoll tun, indem sie sich in landwirtschaftlichen Vernetzungsprojekten an vorderster Front für den Feldhasen engagieren, indem sie wo immer möglich politisch Einfluss auf lebensraumrelevante Entscheide nehmen und indem Sie die Bevölkerung über Wildtiere und ihre Lebensraumansprüche aufklären. Denn nur wer den Feldhasen kennt, könne ihn auch schützen.

Fürwahr ein interessanter Abend mit Hasen-Pfister.

 

Hans Peter Pfister im Element, wenns um die Sache des Hasen geht

Den Luzerner Jägerinnen und Jäger ist der Bestandesrückgang des Feldhasen nicht egal

 

Tag des Jagdhorns - Jagdmusik mitten in der Stadt Luzern

Es gibt bewegende Momente die aufwühlen und einem den kalten Schauer über den Rücken fahren lassen. Die Parforcecorps Auerhahn, Entlebucher Gemsjäger und Luzerner Jagdhornbläser, gelangen diese Momente. Zusammen mit dem virtuose und kreative Organisten der Luzerner Hofkirche Wolfgang Sieber hatten Sie zur grossen Hubertusmesse in ES nach Luzern geladen. Diese feierliche Messe bildete Abschluss und Höhepunkt eines klingenden Samstags in der Stadt Luzern, gefüllt mit konzertanter Jagdmusik.

Musik schafft Brücken

Musik schafft Brücken zwischen der Jagd und der nichtjagenden Bevölkerung. Mit diesem Anspruch initiierten engagierte Jagdhornbläser um Hans Estermann gemeinsam mit RevierJagd Luzern bereits zum zweiten Mal den „Tag der Jagdmusik“ in der Stadt Luzern.

Am letzten Samstag im August hallte über Schwanen - und Mühleplatz, im Treiben des Samstagsmarktes bei der Rathaus-Stiege und über den Platz unter dem alten Bahnhofsportal, Jagdmusik. Vorträgen verteilt über den Vormittag zogen Stadtbevölkerung, Marktbesucher und Touristen gleichermassen in ihren Bann und lenkten das Gespräch auf Wild und Jagd. Die beteiligten Bläsercorps Auerhahn, Hubertusbläser Luzern, Jagdhornbläser Lindenberg, Luzerner Jagdhornbläser und Waldkauz Schüpfheim, konnten aus vollem Repertoire schöpfen, und das kam gut an.

Am Nachmittag gehörte der Konzertpavillon am See für eine Stunde den Hubertusbläser Luzern und den Jagdhornbläser aus Albtal bei Pforzheim (D).

Volle Ränge, bewegende Töne

Eindrücklich dann der Gottesdienst in der Hofkirche. Vor vollen Rängen intonierten die über 30 Bläser der Jagdhornbläsergruppen Auerhahn, Entlebucher Gemsjäger und Luzerner Jagdhornbläser gemeinsam die grosse Hubertusmesse in ES, unterstützt von Wolfgang Sieber auf der imposante Hoforgel mit ihren 5‘949 Pfeifen. Passend dazu stellt Zelebrant Franz Koller die Feier unter das Thema: Jagen nach dem Sinn des Lebens.

Im Anschluss an die Messfeier nutzten die Bläser die Gunst der Stunde, um bei schönstem Wetter vor dem Portal der Hofkirche den Besucherinnen und Besuchern ein spontanes Ständchen zum Besten zu geben.

Erlebnis und Freude

Es gibt viele Möglichkeiten der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit. Dies mit Jagdmusik zu tun, ist dabei sicher die Wohlklingendste. Erlebnisse wie dieser „Tag der Jagdmusik“ verbinden und vertiefen die Freundschaft zwischen Jagd und Bevölkerung.

Das Engagement der Luzerner Jagdhornbläser und deren spürbare Freude am Aufspielen in der Stadt haben beeindruckt. Es wäre schön, wenn diese Initiative in anderen Schweizer Städten ihre Fortsetzung findet.

Werner Hüsler

 

Sie brachten die Jagd in die Stadt Luzern, die Jagdhornbläser Lindenberg beim Schwanenplatz,...

...die Luzerner Jagdhornbläser auf dem Mühleplatz,...

...Waldkauz Schüpfheim auf der Rathaus-Stiege über regem Markttreiben,,,

...und die Hubertusbläser Luzern unter dem Bogen des alten Bahnhofportals.

Am Nachmittag spielten die Gäste aus Albtal (D) im Konzertpavillon am Nationalquai auf.

Raumfüllende, bewegende Jagdhornklänge des Gesamtchores auf der Empore der Hofkirche

Virtuoser Organist und Freund der Jagdmusik, Wolfgang Sieber

Freudiges Aufspielen der Entlebucher Gemsjäger vor dem Hauptportal der Hofkirche.

Bei ihm liefen die Fäden zusammen: Hans Estermann, engagierter Bläser und profunder Kenner der Jagdmusik.

 

Hubertusmesse, Sonntag 25. Mai 2014 10.00 Uhr, in der Pfarrkirche Buchrain

 

Die HUBERTUSBLÄSER LUZERN laden anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens auf den kommenden Sonntag zu einer feierlichen Hubertusmesse in die Pfarrkirche Buchrain ein. Für alle Jägerinnen und Jäger DIE Gelegenheit, sich zu besinnen und die Schöpfung zu loben. Gönnen Sie sich diese Auszeit und manifestieren Sie mit Ihrer Teilnahme dem jubilierenden Bläsercorps Ihre Wertschätzung für deren jagdliche Öffentlichkeitsarbeit.


Mitwirkende sind natürlich die jubilierende Bläsergruppe sowie die Jagdhornbläser Auerhahn Luzern. Die Teilnehmenden kommen in den einzigartigen Genuss die zwei häufigsten Besetzungsarten mit gemischten Fürst-Pless und Parforcehörnern in B sowie reinen Parforcehörnern in Es zu hören. Der Messfeier wird Pfarrer Roman Grüter vorstehen. Im Anschluss sind die Teilnehmenden zu einem Apéro eingeladen.


Die Hubertusbläser wurden 1994 aus Luzerner Jagdlehrgängern (1991 /92) der Jägerschule Hubertus von Peter Steiner gegründet. Sie spielen in gemischter Besetzung mit Fürst- Pless und Parforcehörnern in B. Regelmässig umrahmen sie mit ihrer Musik jagdliche und kirchliche Anlässe. Das Corps hat über die letzten 20 Jahren verschiedentlich erfolgreich an Eidgenössischen Bläserwettbewerben teilgenommen und Podestplätze erreicht.  Die Hubertusbläser Luzern werden seit der Gründung von Hans Estermann geleitet.


Die Jagdhornbläser "Auerhahn" wurden 1969 gegründet und spielen in Parforce Besetzung konzertante Jagdmusik. Sie verschönern jedes Jahr zig Hubertusmessen im In - und Ausland mit ihrem Hörnerklang und haben sich damit über die Jahre ein hohes Ansehen verschafft. Auerhahn zählt zu den Spitzenformationen in der Schweiz. Seit 2001 stehen sie unter der musikalischen Leitung von Joseph Koller. Unter seiner Leitung entstand der Tonträger „Parforcehornklänge“.

 

Präsident Walter Steffen führt den Verband mit Umsicht

 

Selbstbewusste Luzerner Jäger - Generalversammlung von Revierjagd Luzern in der Stadthalle Sursee

 

Der Aufmarsch der Jägerschaft an der GV war auch dieses Jahr beeindruckend. 758 Stimmberechtigte genehmigten die Geschäfte diskussionslos. 

 

„Die Jagd in all ihren Facetten der Öffentlichkeit zu erklären, ist nicht einfach. Unser Verband hat dies im vergangenen Jahr mit zwei unterschiedlichen Grossanlässen getan. An der LUGA in Luzern haben wir im Frühling mit der Ausstellung „Willkommen in der Natur“ den Besuchern dargestellt wer wir sind, das Handwerk und unser Wissen. Die Hubertuswoche im Herbst, unmittelbar vor Jagdbeginn stand unter dem Motto „Waidwerk hautnah erleben“. An 37 Anlässen über den ganzen Kanton verteilt konnten wir Jagen, Jagdkultur und alles, was damit zusammenhängt der interessierten Bevölkerung aufzeigen“, führte Walter Steffen, Präsident von Revierjagd Luzern in seinem Jahresbericht aus.

 

Mit drei Vertretern aus dem Vorstand setzte sich Revierjagd Luzern bei der Revision der kantonalen Jagdverordnung für unsere Belange ein. Schwerpunkt ist der Nachweis der Treffersicherheit. Dann der Abschussplan für Rothirsche, der durch die Dienststelle Landwirtschaft und Wald revierübergreifend festgelegt und mit den Nachbarkantonen abgestimmt wird. Wichtig ist auch die Leinenpflicht für Hunde im Wald und am Waldrand in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli. Der Jahresbericht des Präsidenten wird ergänzt durch Beiträge aus den Bereichen Ökologie und Lebensraum, des Tierschutzbeauftragten, Bläserwesen, Schiesswesen, des Fonds Hegering und Hundewesen. Vizepräsident Christoph Bucher verdankte die umsichtige Arbeit des Präsidenten und des gesamten Vorstandes. Mit Applaus genehmigte die Versammlung den Jahresbericht.

 

Verbandsleistungen und deren Finanzierung

Höchst interessante Zahlen präsentierte Geschäftsführer David Clavadetscher welches die Leistungen des Verbandes sind und wie sie finanziert werden. Revierjagd Luzern leistet Milizarbeit. Vorstände, Fachverantwortliche, Instruktoren, Kursleiter arbeiten grossmehrheitlich ehrenamtlich oder gegen minimale Entschädigung. Entsprechend wird es schwieriger Mitglieder für Freiwilligenarbeit zu rekrutieren, da auch der Arbeitsdruck im Berufsalltag ständig zunimmt. Können aber die Leistungen des Verbandes im bisherigen Rahmen nicht erbracht werden, ist die freiheitliche Jagd im Kanton nicht mehr gewährleistet, ist die Meinung des Geschäftsführers. Bei allen Gremien wurden Erhebungen gemacht. Daraus ergibt sich, dass gerundet 5'000 Arbeitsstunden jährlich geleistet werden. Die heutigen Einnahmen vermögen die Aufwendungen nicht zu decken. Die Geschäftsstelle arbeitet heute zu einem Stundenansatz von wenig mehr als 15  Franken. Ohne daran etwas zu rütteln – der Geschäftsführer arbeitet ehrenamtlich – ergibt sich ein Finanzbedarf von 76'500 Franken. Einsparpotenzial von rund 31'000 Franken ergäbe sich mit dem Verzicht auf die Gratisessen an den Versammlungen.

 

Die Jahresrechnung, präsentiert von David Clavadetscher, schliesst bei einem Ertrag von 341'102 Franken und einem Aufwand von 352'343 Franken mit 11‘240 Franken Verlust ab. Das Budget für das laufende Jahr sieht einen Verlust von 21'990 Franken vor. Die Versammlung genehmigte beide Vorlagen.

 

Ehrungen

Zu Ehren der verstorbenen Mitglieder sang der Entlebucher Jägerchor, geleitet von Franz Stadelmann, das von ihm komponierte Jodellied „Am Morge“. In die ewigen Jagdgründe haben gewechselt: Brun Julius, Doppleschwand, Felder Anton, Schüpfheim, Oehen Hans, Uster, Studer Franz, Entlebuch, Wicki Josef, Schüpfheim, Bühler Alois, Willisau, Bürli Thomas, Fischbach, Hunkeler Erwin, Pfaffnau, Schwegler Anton, Grossdietwil, Kiser Melchior, Stalden, Kottmann Anton, Gunzwil, Troxler Alfons, Sarnen.

 

Für ihre Verdienste ernannte die Versammlung Stefan Luternauer, Neuenkirch, und Thomas Wyss, Kulmerau, zu Ehrenmitgliedern. 46 Mitglieder wurden zu Veteranen ernannt (siehe Kasten).

 

Wildschadenregelung und Grossraubwild im Fokus von JagdSchweiz

Hanspeter Egli, Präsident des Schweizerverbandes JagdSchweiz, betonte bei seiner Grussadressse, dass das Schalenwild mehr Schutz brauche, wenn es durch das Grossraubwild im Bestand gefährdet werde. Auch für eine neue Wildschadenregelung setzt sich der Verband ein. Es könne doch nicht sein, dass die Jägerschaft die Schäden tragen müsse, wenn sie bezüglich Abschuss die Pflicht erfüllten. Bezüglich Kommunikation auf der politischen Ebene konnte er über Erfolge berichten. „Mit Gesetz und Verboten kann nicht alles geregelt werden. Dagegen müssen wir uns wehren“, sagte er zur Jägerversammlung. In Vertretung von Regierung und Abteilungsleiter lawa betonte Thomas Meyer die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Wald und Jagd und dankte dafür.  Auch er geniesse gerne ein feines Stück Wildbret auf dem Teller.

 

Hermann Büttiker 

Präsident Walter Steffen führt den Verband mit Umsicht

Im Gespräch (v.l.): David Clavadetscher, Hanspeter Egli, mit dem Rücken zugekehrt Otto Holzgang

Die neuen Ehrenmitglieder Thomas Wyss (l.) und Stefan Luternauer

Der Entlebucher Jägerchor

Bald beginnt die Generalversammlung

Die vereinigten Entlebucher Jagdhornbläser

 

2000 Besucher am Fäälimärt in Sursee

 

Die Händler waren mit der Qualität zufrieden  - die Preise stiegen

 

Der Zentralschweizer Fäälimärt ist einer der grössten in der Schweiz. Er hat zudem eine lange Tradition. Immer am Dienstag vor dem Schmutzigen Donnerstag treffen sich Jäger, Jagd- und Naturfreunde zum Fäälimärt und zur Generalversammlung von Revierjagd Luzern.

 

„Die Jäger haben gute Arbeit geleistet. Ich bin mit der Qualität sehr zufrieden. Entsprechend sind auch die Preise gestiegen. Für einen Talfuchs bezahle ich 18 bis 20 Franken, für einen Marderbalg 30 Franken“, sagte Kurt Friderich von der Gerberei Friderich AG in Zofingen. Er ist einer der mehreren Pelzhändler, die sich um die Gunst der Jäger bemühen und die Felle auch selbst im eigenen Betrieb verarbeitet. Der Fäälimärt hat sich zu einem eigentlichen Markt entwickelt. Jagdausrüstung, Waffen, Zielfernrohre, Feldstecher werden angeboten und von den Besuchern in Anschlag genommen und ausprobiert. Mit einem grossen Angebot von Outdoor-Bekleidung für Jedermann, Stickereien, Lederwaren, Leckereien wurde den Besuchern der Kauf schmackhaft gemacht. Richtige Marktstimmung herrschte am Stand des „Messerschärfers“. Jagdliche Stimmung und heimelige Atmosphäre verbreiteten auch die Jagd- und Jodellieger, vorgetragen vom Entlebucher Jägerchor unter der Leitung von Franz Stadelmann und stimmgewaltig die vereinigten Entlebucher Jagdhornbläser mit Hans Lötscher als musikalischer Leiter. Gut präsentierten sich die hervorragenden Landschaftsbilder aus den vier Sektionen von Revierjagd Luzern.

 

Hermann Büttiker 

Kurt Friderich prüft die Qualität der Felle

Fachsimpeln

Auch Besucher waren in Kauflust

Fäälimärt-Kommissionspräsident Andy Egli mit Pelzhändler Sigi Noser

Beim „Messerschärfer“ herrschte intensiver Marktbetrieb

Martin Küng, Stampfli Waffen, präsentiert neue Modelle

 

Themenabend "Rotwild - neue Herausforderungen"

 

Am Montag, den 19. Mai 2014 findet im BBZN Schüpfheim der Themenabend "Rotwild - neue Herausforderungen" statt.

 

Vorankündigung Zentralschweizer Pelzfellmarkt 2014

Am 25. Februar 2014 findet die nächste Ausgabe des Zentralschweizer Pelzfellmarktes in der Stadthalle Sursee statt.

 

Hubertuswoche

Revierjagd Luzern lädt Sie ein, Einblick in die praktische Seite des Waidwerkens nehmen. Ein äusserst attraktives Programm mit rund 50 auserlesenen Anlässen wie Besuch beim Präparator, Filmabend, Pirschgängen, Hubertusmessen, Hegearbeiten, Wildbeobachtungen, Vorträge, Hunde im jagdlichen Einsatz, Falknerei, Jagd und Schutzwald, Gerberei, wartet auf Sie.

 

Weitere Informationen und Details zu den Anlässen finden Sie auf der Homepage der Hubertuswoche.

 

Schweissprüfung des Verbandes RevierJagd Luzern

20 Gespanne haben die Schweissprüfung bestanden

Die Jäger und Jägerinnen nehmen es ernst mit der Ausbildung der Schweisshunde. 23 Gespanne sind am Samstag, 17. August, zur alljährlichen Prüfung im Revier Säckwald Schlierbach angetreten. 20 haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Dies trotz des trockenen Waldbodens was von einer seriösen Vorbereitung zeugt. Vier Kurstage hat der Verband angeboten. Sie wurden auch gut besucht. Die Instruktoren konnten viele gute Tips weitergeben. Jeder Schweisshundeführer weiss jedoch, dass dies bei weitem nicht genügt. Während Wochen und Monaten wurde trainiert. Führer und Hund müssen zu einem Team zusammenwachsen. Prüfungsleiter Ruedi Merz aus Dallenwil lobte beim Absenden und der Übergabe der Auszeichnungen die hervorragende Arbeit der Gespanne. Eine solche Prüfung mache jedem Jäger und Hundefreund Freude.

Etwas nervös aber clever geführt

Nur zwei Hundeführerinnen haben sich den Richtern gestellt. Wir haben Margrit Bachmann aus Inwil mit ihrer Deutsch-Kurzhaar Hündin Jamira von der Himmelsleiter auf dem beschwerlichen Weg durch den Grütwald begleitet. Richterin Susy Luginbühl gab die Ausgangslage bekannt: „Ein Bock wurde gestern Abend beschossen. Er ist in der mit einem Bruch markierten Richtung geflüchtet.“ Die Hundeführerin legt ihre Jamira ab, reicht ihr noch einen Schluck Wasser und bereitet sie für die Nachsuche am langen Riemen vor. Dann untersucht Margrit Bachmann die Anschussstelle nach Schnitthaaren, Schweiss und weiteren Pirschzeichen und nun fängt die Arbeit von Jamira an. Mit ihrer feinen Nase nimmt sie die Witterung der Fährte auf und zieht in die Richtung des geflüchteten Wildes. Da und dort verliert sie die Fährte. Die Hundeführerin wird dabei etwas nervös, lässt aber Jamira suchen und sie nimmt die richtige Fährte wieder auf bis sie nach rund 500 Metern schliesslich zur Decke findet. Margrit Bachmann ist glücklich, liebkost Jamira und reicht ihre eine Belohnung. Richter Andreas Stauber gratuliert der erfolgreichen Hundeführerin mit „Suchen Heil“ und überreicht ihr zwei Brüche für sie und für Jamira. „Du hast dem Hund etwas zu wenig Leine gegeben, warst etwas nervös, hast aber Jamira clever geführt“, war der Kommentar von Richterin Susy Luginbühl. Kein Wunder wegen der Nervosität; denn Margrit Bachmann hat zum ersten Mal einen Schweisshund an der Prüfung geführt.

Eine versierte Gastgeberin

Bereits zum 42. Mal wurde die kantonale Schweisshundeprüfung im Revier Säckwald Schlierbach durchgeführt. Dahinter verbirgt sich ein enorm grosser Aufwand. Das Revier verfügt wohl über ein ideales Gelände für eine solche Prüfung. 24 Fährten mussten zusammen mit den Richtern gelegt werden. Keine leichte Aufgabe. Und die Revierführer müssen auch am Prüfungstag die Gespanne begleiten. Aber auch für das leibliche Wohl ist jeweils bestens gesorgt. Dafür verdient sich die Jagdgesellschaft Säckwald Schlierbach mit Obmann Max Thürig als umsichtiger Leiter ein besonderes Kompliment. Franz Nyffenegger, Verantwortlicher für das Ressort Jagdhundewesen, dankte denn auch den Jägern/der Jägerin von Schlierbach für das grosse Engagment. Er zeigte sich auch erfreut, dass von den 23 angetretenen Gespanne 20 die Prüfung bestanden haben.

                                                                                                          Hermann Büttiker

Die Prüfung haben bestanden:

Bachmann Margrit, Inwil, mit Jamira; Buck Alois, Retschwil, mit Rugacs; Emmenegger Marcel, Flühli, mit Adina; Flückiger Rudolf, Trimbach, mit Daria; Grond Werner, Neuheim, mit Jorna; Heidner Sebastian, Naters, mit Baso; Imgrüth Bruno, Rothenburg, mit Oecembra; Isenschmid Josef, Alberswil, mit Hera; Kopp Natascha, Dongio, mit Lefey; Kunz Michael, Kerns, mit Seth; Lehner Aldo, Ferden, mit Binka; Muggli Josef, Weggis, mit Xisel, Schmidiger Tony, Hochdorf, mit Lyra; Schöpfer Markus, Marbach, mit Caruso; Stähli Ruedi, Schongau, mit Iras; Theiler Hanspeter, Kriens, mit Adele; Voser Michael, Ehrendingen, mit Niala; Wiederkehr Hans, Gränichen, mit Dagobert; Würsch Kurt, Stans, mit Bora; Zürcher Michael, Trubschachen, mit Arco. 

Margrit Bachmann bereitet Jamira zur Schweissarbeit vor

Richter Andreas Stauber gratuliert der Hundeführerin mit „Suchen Heil“ und überreicht ihr für sie und Jamira den Bruch

Lob und Kritik von Richterin Susy Luginbühl

Auf der Fährte: Margrit Bachmann mit Jamira

Ruedi Merz, ein zufriedener Prüfungsleiter

 

Jagdseminar der Sektion Seetal: "Rehwildbejagung…mit Freude und Sachverstand"

Es hat Tradition. Das Jagdseminar der Sektion Seetal von RevierJagd Luzern. Dieses Jahr steht mit dem Rehwild die häufigste Schalenwildart des Luzerner Mittellandes und dessen Bejagung im Fokus des Weiterbildungsabends. Der Anlass findet am Freitag, den 20. September 2013 um 19.30 in der Turnhalle Sulz statt. Weitere Details und Anmeldeinformationen dazu finden Sie in diesem Flyer.

 

Übergabe vom Jagdfähigkeitsausweis des Kantons Luzern in Emmen

47 neue Jungjägerinnen und Jungjäger bestanden die Jagdprüfung


Text: Ramona Meyer-Stöckli


In der Gemeinde Emmen, bei der Jagdgesellschaft Emmen-Riffig, erhielten vier Jungjägerinnen und 43 Jungjäger den Fähigkeitsausweis. Nach einer intensiven Ausbildungszeit konnte Josef Muggli, Präsident der Prüfungskommission, den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Jagdlehrganges den Fähigkeitsausweis überreichen. "Wenn du ein guter Jäger werden willst, musst du es zuerst lernen und dann deinen eigenen Weg gehen". Dies ist ein Sprichwort der Innuits und der Eskimos. In diesem Sinne übergab Josef Muggli den neu brevetierten Jungjägerinnen und Jungjäger, die sich am Mittwochabend vor Fronleichnam auf einer Wiese mit Blick auf den Pilatus eingefunden hatten, den Jagdfähigkeitsausweis. Der Prüfungskommissionspräsident gab den erfolgreichen Lehrgangteilnehmenden den Rat mit auf den Weg, neugierig zu sein und Erfahrungen zu sammeln. Weiter ermahnte er die Absolventen mit Fairness, Respekt und Anstand der Natur sowie den anderen Naturnutzern gegenüber zu treten. "Als Jäger stellen wir uns in die Reihe der Bauern und Förster und sind Teil der Natur", ergänzte Muggli in seiner Rede.


Von den Lehrgangsteilnehmenden wird viel verlangt


Mindestens 100 Stunden in Kursen, auf Reviergängen und Einsätze im Revier müssen die Lehrgangteilnehmenden aufweisen, ehe sie zur Prüfung zugelassen werden. Als Erstes haben die Teilnehmenden die sichere Handhabung der Jagdwaffen und die Treffsicherheit im jagdlichen Schiessen unter Beweis zu stellen. Da der Lebensraum des Wildes immer mehr zum Erholungsraum des Menschen wird, braucht es daher sehr viel Konzentration und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit einer Waffe. Die mündliche und schriftliche Prüfung umfasst schliesslich die Fachgebiete Jagdrecht, Waldkunde und Lebensraum, Wildkunde, Jagdkunde, jagdliches Brauchtum und Jagdhunde.

 

Glückwünsche und Grüsse überbracht


Gemeinderat Josef Schmidli überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Emmen und wünschte den vier Jungjägerinnen und 43 Jungjägern ein interessantes Jägerleben. Die Grüsse des Kantonal-Verbandes Revierjagd Luzern überbrachte Präsident Walter Steffen. Er gratulierte den erfolgreichen Prüfungsteilnehmenden und bat sie, sich für die Luzerner Jagd einzusetzen. Er dankte insbesondere der Jagdverwaltung für das gute Einvernehmen sowie den Ausbildnern und Prüfungsexperten für ihr Engagement. Ein ganz grosses Dankeschön gebührt der gastgebenden Jagdgesellschaft Emmen-Riffig. Unter der Leitung von Obmann Hans Dormann sowie OK-Präsident Thomas Stirnimann und der Mithilfe von den Jagdkameraden sowie den Helfern organsierte man eine würdige Feier. Der gediegene Abend wurde mit den Vorträgen von den Jagdhornbläser "Auerhan", unter der Leitung von Obmann Franz Dörig, musikalisch umrahmt und fand einen gemütlichen Ausklang.


Die neu brevetierten Jungjägerinnen und Jungjäger


Kathrin Achermann, Luzern; Pascal Achermann, Sörenberg; Dominik Anderhladen, Schötz; Alexander Arians, Hochdorf; Simon Bachmann, Inwil; Ueli Bachmann, Schachen; Roland Baggenstos, Ebikon; Lucas Beck, Zürich; Christian Berger, Horw; Jacqueline Bieri, Luthern; Reto Bieri, Wiggen; Sandro Bieri, Sörenberg; Kaspar Birrer, Luthern; Martin Brun, Schwarzenberg; Hans Bühler, Doppleschwand; Adrian Bürgisser, Daiwil; Damian Camenzind, Neudorf; Hans Christen, Luthern; Christian Egger, Udligenswil; Ueli Emmenegger, Hellbühl; Michael Fallegger, Malters; Gregor Filipendin, Inwil; Beat Fischer, Luzern; Andreas Fischer, Ebikon; Kurt Gabriel, Sempach; Marco Geiser, Mettmenstetten; Bruno Heini, Neuenkirch; Patrik Hess, Willisau; René Kaufmann, Wilihof; Michael König, Aeschlen; Markus Kunz, Hochdorf; Esther Marberger, Sempach; Roman Marsman, Menzingen; Konrad Portmann, Entlebuch; Daniel Räber, Schwarzenberg; Erich Renggli, Malters; Isabel Richli, Inwil; Georg Riva, Strengelbach; Walter Rölli, Hochdorf; Thomas Schärli, Rohrmatt; Alois Schärli, Rohrmatt; Franz Schmid, Marbach; René Steiner, Walde; Klaus-Dieter Wälti, Luzern; Michael Wicki, Entlebuch; Michael Wigger, Neuenkirch; Markus Zihlmann, Flühli.
 

Der Präsident der Prüfungskommission, Josef Muggli (rechts), übergibt den Jagdfähigkeitsausweis der Jungjägerin Kathrin Achermann, Luzern.

 

Buch-Neuerscheinung: Jagen am Pilatus

Unter welcher Rubrik wird das Buch "JAGEN AM PILATUS" vorgestellt? Das war die Frage des REX- Verlages der unser Buch in den Handel bringt. Jede Buchhandlung hat bestimmte Sachregister, damit der Buchinteressent sich orientieren kann. Zum Beispiel Kinderbücher, Tierbücher, Kochbücher usw. Nach langem hin und her wurde unser Buch unter der Rubrik "Sachbuch"  im Handel vorgestellt.

 

Ist JAGEN eine Sache? Gehört Jagen zur Kultur, zur Natur oder in eine andere Rubrik? Uns würde es interessieren, was Sie darüber denken. Wenn Sie Lust haben antworten Sie auf unten stehende E-Mail Adresse.

 

Über den Inhalt des Werkes orientieren Sie sich in der neben anstehenden Vorschau des Buchverlages. Zweihundert Fotos und einhundert Dokumente der vergangenen 80 Jahre bereichern den Inhalt des Buches.

 

Profitieren auch Sie von den Vorverkaufskonditionen für Luzerner Jäger: CHF 59.-- zzgl. Versandkosten, bei unten stehender E-Mail Adresse.

 

Luzerner Jäger erobern die LUGA

So titelte die „Neue Luzerner Zeitung“ in der Montagausgabe den Auftritt der Jägerschaft vom Sonntag, 28. April. Die Botschaft von Revierjagd Luzern war bei den Besuchern offensichtlich angekommen.

Die Luga, die Zentralschweizer Erlebnismesse vom 26. April bis 6. Mai mit Sonderschauen, dem Gastkanton Bern, 450 Ausstellern und rund 110 000 Besuchern bot der Jägerschaft eine ideale Plattform, um sich einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen unter dem Motto „Herzlich willkommen in der Natur“. Und nach diesem Leitgedanken wurde die Ausstellung auch konzipiert. Wer sind wir, wie werde ich Jäger/Jägerin und wer begegnet dem Jäger sind die drei Kernbotschaften, die dem Besucher/der Besucherin vermittelt wurden. Verzichtet wurde auf die Präsentation von Stopfpräparaten unserer heimischen Tierwelt. Verzichtet wurde auch auf Waffen und Munition, Schiesskino sowie auf Trophäen und Abschusslisten. Bewusst wurde auf das Darstellen des Jägers/der Jägerin als Erleger/in von Wild verzichtet. Im Vordergrund der Ausstellung stand die Kompetenz der Jäger/Jägerinnen als Naturnutzer. In sechs Satelliten wurde die Botschaft dargestellt. Bei der Begegnung mit Naturgeniessern, mit Hundebesitzern, mit Sportlern. Schulung und Ausbildung waren ein Thema, was tun bei Verkehrsunfall mit Wild ein anderes und schliesslich wurde das Kulinarische mit einbezogen.

   

Distanz zum Jäger abgebaut

Spontan sagte ein Besucher: „Ich habe ein ganz anderes Bild vom Jäger erhalten. Er ist nicht der blutrünstige Töter von Wild, sondern ein wichtiges Glied in der Kette der Naturschützer und –Nutzer.“ Diesen Eindruck hatte er erhalten, nachdem er die umfassenden Wissensgebiete, an den Stellwänden in Stichwörtern dargestellt, gelesen und ihm weitere Informationen die betreuenden Jäger und Jägerinnen mitgegeben hatten. Die ganze Palette von jagdlichem Wissen ist denn auch beeindruckend. Es sind dies das jagdliche Handwerk, Wildtierökologie (Umweltfaktoren, Lebensräum, Überlebensstrategien), Wildtierbiologie (Arten, Lebensraumansprüche, Fortpflanzung), Wildtiermanagement (Lebensraumberuhigung, Wildbestandserhebung, Jagdplanung), Wildtierkrankheiten (Ursachen, Auffälligkeiten, Massnahmen), Wildbretverwertung (Hygienevorschriften, Aufbrechen, Zerwirken), Jagdhunde (Lernziele, Einsatz), Waffen, Munition, Optik (Sicherheitsmassnahmen, Munition und ihre Wirkung, Anwendung von Optik) um nur einige aufzuzählen. Aus- und Weiterbildung waren Themen und schliesslich formulierten die Jäger auch Wünsche an die Naturnutzer. Beim heutigen intensiven Strassenverkehr sind Wildunfälle immer häufiger. Kommt dazu, dass mit der Verbreitung von Rot- und Schwarzwild aufs Mittelland Zusammenstösse gravierendere Folgen haben. Wie man sich bei einem Wildunfall richtig verhalten soll, wurde in Zusammenarbeit mit der Allianz-Versicherung instruiert.

Der grosse Jägertag

Gegen 300 Jägerinnen und Jäger fanden sich am Sonntag, 28. April, am offiziellen Jägertag auf dem LUGA-Gelände ein und sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Schon am Vormittag drängten sich Besucherinnen und Besucher – Jagende und Nichtjagende bunt gemischt – in der Halle 11 um das Jägerchörli Amt Entlebuch, das unter der Leitung von Franz Stadelmann eine erste Kostprobe abgab. „Uf de Gämsjagd“ und „Dr Wildhüeter“ zwei Jodellieder vom Chorleiter komponiert, erhielten viel Applaus. Von Zeit zu Zeit traten die Mannen – alles aktive Jäger – wieder zusammen und gaben weitere Lieder zum Besten. Dabei durfte der „Beichlejutz“ nicht fehlen. Auf dem Aussengelände, das eingesäumt war von Fichten, mit einer Hochsitzkanzel, zwei Feuerstellen und dem Jägerbeizli, hatten sich die Jagdhornbläser „Birkhahn“ aus Marbach unter der Leitung von Hans Lötscher, bereit gemacht. Ihre Klänge hallten über das ganze LUGA-Areal und sie gerieten dabei in den Fokus der Fotografen. Die Marbacher wurden abgelöst von den Luzerner Jagdhornbläsern, musikalische Leitung Kurt Gabriel. Die Stimmung war perfekt. Der Beizlibetrieb lief auf Hochtouren. Wildbret war gefragt. Wer Lust hatte, konnte seine Wurst an den Feuerstellen selber bräteln. „Ich bin in Kanada aufgewachsen und mit der Jagd verbunden. Ich bin von der Ausstellung sehr beeindruckt. Sie kommt sympathisch daher. Was mir besonders auffällt, ist der Zusammenhalt der Jägerschaft, der auch in der Pflege der Jagdkultur zum Ausdruck kommt“. Dies sagte Klaus-Peter Röhler, CEO der Allianz Suisse, Mit-Sponsor der Sonderschau Jagd. Ein anderer Besucher hätte etwas mehr Informationen über Wildbestände und –Schäden erwartet. Überall traf man zufriedene Gesichter an. Das Bild des Jägers, der Jägerin wurde aufgewertet, ja eigentlich neu geprägt. 

Erfolgreiche Auktion

Quasi als Unterhaltungsteil führte der bekannte Gantrufer Bruno Furrer aus Mosen eine Auktion durch. Die Hochsitzkanzel, eine Tischgarnitur aus Ulmenholz handwerklich fein bearbeitet und ein Hirschbild der Luzerner Künstlerin Claudia Zulli fanden guten Absatz. Dies gab OK-Präsident Bruno Dober Gelegenheit den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihre Anwesenheit und ihr Interesse zu danken. Ein grosser Weidmannsdank sprach er den zahlreichen Helferinnen und Helfern bei der Vorbereitung und für die Präsenz während der Ausstellung aus. Besonders dankte er dem Organisations-Komitee, das mit frischen Ideen, grossem Elan und riesigem Engagement die Ausstellung erst realisiert hat. Auch die Unterstützung durch die Sponsoren trug zum Erfolg bei.

 

Beispielhafter Einsatz der Luzerner Jäger

 

OK-Präsident Bruno Dober resumiert: Unsere Mitglieder haben einen gewaltigen Einsatz geleistet. Für die Planung, Vorbereitung, Einrichten und Abräumen wurden 1 300 Mann-/Fraustunden aufgewendet, für die Präsenz und Betreuung der Ausstellung 1 700 Stunden. Dies ergibt 3 000 Stunden notabene ehrenamtlich geleisteter Einsatz zu Gunsten der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit.

„Das Echo der Besucherinnen und Besucher war sehr gut. Den zahlreich ausgefüllten Flyern konnten wir entnehmen, dass 90 Prozent der Besucher die Ausstellung als gut bis sehr gut empfanden. Mit der Hubertuswoche vom 23. – 29. September werden wir ergänzend mit zahlreichen Veranstaltungen den Praxisbezug zur Theorie herstellen“, so äusserte sich ein zufriedener OK-Präsident Bruno Dober am Schluss der LUGA.

 

 

 

Das Organisationskomitee

Bruno Dober (Präsident), Oswald Aschwanden, Martin Bättig, Franz Engel, Thomas Engel, Franz Imgrüt, Pirmin Petris, Walter Röösli, Pius Tschopp.

 

Hermann Büttiker

 

 

 

Die Versammlungen der vier Sektionen stärken den regionalen Zusammenhalt

Die Gründerväter des Verbandes Revier Jagd Luzern (früher unter dem Namen Verband Luzerner Jäger – VLJ) waren gut beraten, als sie vier Sektionen bildeten mit eigenem Vorstand und eingeschränkter Eigenständigkeit. Man kennt sich im Kreis der Jäger und Jägerinnen, pflegt Kontakte und trägt gemeinsam Freuden, aber auch Sorgen. So bietet sich an den Sektionsversammlungen Gelegenheit die kameradschaftlichen Bande zu festigen und neben bei die Tätigkeit des Verbandes mitzubestimmen.

Den ganzen Text und die Bilder ansehen

 

Kantonaler Schweisshundekurs

Der Schweisshundekurs 2013 ist leider ausgebucht!

 

Schweisshundeprüfung 2013

Schweisshundeprüfung 2013

Zur Anmeldung

 

SKN-Anmeldung 2013

Sachkundenachweis 2013

Zur Anmeldung

 

Wald-Wild-Weiterbildung 2013

Das Ziel der Weiterbildung besteht darin, den Einfluss von Luchs und Wolf aufs Ökosystem Wald darzustellen und zu diskutieren, um forstliche Argumente für deren Anwesenheit zu festigen und zu verbreiten.

Lesen Sie die Einladung

 

Einladung zu einem Informationsabend der Jagdhornbläsercorps des Kantons Luzern

Lesen Sie die Einladung

 

Hubertusmesse wurde zum Erlebnis

Die „Entlebucher Gämsjäger“ haben auch dieses Jahr wieder einen eindrücklichen Gottesdienst gestaltet. Gastprediger Josef Muggli setzte sich mit der Schöpfungsgeschichte auseinander und Pfarrer Kobi Zemp zelebrierte eine würdevolle Eucharistiefeier .

Lesen Sie den ganzen Text

 

Baujagd - eine jahrhundertealte Jagdform

Am 16.06. und am 23.06.2012 fand in Kottwil das Baujagdseminar statt.

 

 

Die Luzerner Jägerschaft will die Fuchsbejagung am Bau erhalten, weil sie zur Bestandesregulierung der Fuchspopulation notwendig ist. An einem gut besuchten Seminar beim Jagdhaus Känzeli in Kottwil wurden die Grundsätze ein ethisch vertretbaren Jagd vermittelt.

 

 

Mehr über das Seminar....

 

 

40 bestanden die Jägerprüfung

Luthern: Beim Jagdhaus oberhalb des Dorfes erhielten 38 Jungjäger und 2 Jungjägerinnen den Fähigkeitsausweis

Nach einer intensiven Ausbildungszeit konnte Josef Muggli, Präsident der Prüfungskommission, den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Jagdlehrganges den Fähigkeitsausweis übergeben.

Mehr....

 

Peter Krummenacher, Geschäftsstelle: Revierjagd Luzern

Friedentalstrasse 43, 6004 Luzern, Geschäft: 041 429 09 01, Fax: 041 429 09 00, revierjagd(at)contrustfinance.ch